Finanzen Dormagen

Der Artikel ist lang aber spannend…

Meine Meinung auf Basis von 1,5 Jahren Recherche:
Kein System ist perfekt, auch nicht beim Schach!

Ich dachte ich kenne Dormagen wie aus meiner Westentasche, weil ich hier seit 61 Jahren lebe. Ich dachte Dormagen ist irgendwie kommunalpolitisch überall, als ich vor 1,5 Jahren mit der Recherche hier began. Ich habe mich gewaltig geirrt!

Wegen des im Januar 2022 groß durch die Lokalpresse und den Stadtrat (nicht öffentlich) gejagten Ankauf der Ringcenter-Immobilie, den ich massiv, damals noch auf Dormatipps kritisiert habe, habe ich mich mal für die Schuldensituation der Stadt Dormagen interessiert. Als Erik Lierenfeld 2014 Bürgermeister wurde hatten wir 89 Millionen € Schulden, jetzt dürften wir so bei 600 Mio € liegen. Das ist nicht gerade ein Zeichen dafür das man mit (Steuer)geld umgehen kann. Das Ringcenter ist immer noch nicht gekauft zum Glück, denn das würde auch zum Millionengrab!

Lierenfeld hat in der Niedrigzinsphase Schulden „eingekauft“ wie warme Semmeln. Teilweise gab es sogar Geld dafür, wenn man Schulden aufnahm. Ich glaube das war unser großes Pech, denn Lierenfeld denkt nicht an die Zukunft. Zukunft heißt, Zinsen könnten wieder steigen und dann wird das teuer, was vorher billig war, nämlich Geld! Dagegen kann man aber was machen, hat er sich gedacht!

Ich denke es lief so, durch die enorme Berichterstattung in den Medien über den jüngsten Bürgermeister in NRW, sind die „Zinswettexperten“ von der Magral AG in München auf unseren jungen Bürgermeister aufmerksam geworden und haben ihn akquiriert! Das sind genau die „richtigen“ Bürgermeister für die Magral, jung und unerfahren, oben drauf auch noch naiv und keine Ahnung von Finanzen. Ein Paradebeispiel dafür ist Erik er und zack hat er schon mal 2015 einen Beratervertrag bei denen unterschrieben.

Wer ist diese Magral AG? AG hört sich groß an, ist sie aber nicht, denn sie hat nur 2 Aktionäre die auch den Vorstand bilden. Albert & Martin Gresser. Die Aufsichtsratsvorsitzende ist Frau Gresser-Lachenmayr, ihresgleichen Heilpraktikerin & Schwester mit der Kunst Menschen zu transformieren. Ganz wichtig für die Magral ist der „Bundesverband öffentliche Zinssteuerung e.V.“, dem man angehört und nach dessen Norm man arbeitet. Die Mitgliedschaft war zwingend, denn der Verband hat denselben Vorstand und dieselbe Adresse wie die Magral AG! Zufall??? Nein, ein mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit gewähltes Konstrukt mit fragwürdigen Absichten, was spätere tiefere Recherchen auch bestätigt haben!

Die Konstruktion oben, kann man in nur 10 Minuten auf der Webseite der Magral erkennen, ohne unbedingt wissen zu müssen, was für eine Dienstleistung sie anbietet. Das Lierenfeld 2015 den Vertrag unterschrieben hat war dezent fahrlässig, aber bis 2018 ist erstmal kein „Geschäft“ gemacht worden. Soweit so gut!

Kommen wir zurück zu den Schulden, deren Zinsen steigen können. Bei uns ist dieses Zinsrisiko besonders hoch, weil sich unser genialer Herr Lierenfeld in der Niedrigzinsphase wie auf dem Wochenmarkt bedient hat, und zum Beispiel unseren Liquiditätskredit bzw. Kassenkredit auf 240 Mio € aufgebläht hat. Das ist praktisch der Dispo der Stadt und dementsprechend teuer. Wenn dann die Zinsen wie jetzt um 4% steigen, dann sind das mal eben ca. 10 Mio. € Zinsen die oben drauf bezahlt werden müssen.

Was kann man gegen Zinsrisiken tun, gibt es da überhaupt etwas? Die Antwort ist ja, aber das ist immer auch mit anderen Risiken verbunden, ohne Risiko geht NICHTS, denn Geld wird nicht verschenkt. Man nennt es Zinsderivate, Zinstauschverträge oder Zinsswaps. Was ist das? Auf jeden Fall ist es nicht leicht zu erklären, in kurzen Worten, aber ich versuche es!

Am besten erkläre ich das Grundschema bildlich. Man hat einen Kredit, steigen die Zinsen, dann wird der natürlich teurer. Dann nimmt man den Kreditvertrag und hält ihn symbolisch in den Spiegel. Im Spiegel sieht man dann den passenden Zinstauschvertrag. Was passiert im Spiegel? Die Vorzeichen sind spiegelverkehrt für den Kreditnehmer. Denn steigen hier (im Spiegel) die Zinsen, dann ist das GUT, fallen Sie, dann wird’s wieder teurer. Der Nominalwert = Kreditbetrag des Zinstauschvertrages ist ein virtueller Kredit und wird nicht ausgezahlt. Banken bieten solche Verträge an. Man wettet als Kommune gegen eine Bank, dass der reale Zins steigt, und macht er das tatsächlich, kann man damit einen Ertrag erwirtschaften, der die höheren Kosten des realen Kredites zumindest zum Teil abdeckt! Hört sich doch gut an!? Es gibt hier aber zig Haken die bei der Sache auftreten können. Ich nenne die im seriösen Geschäft größten, keine Bank will Geld verlieren und die bestimmen die Konditionen. Soweit mir bekannt, starten die Zinstauschverträge die über 2017 hinaus laufen mit einem negativen Anfangswert. Heißt man muss erst aufholen bis man bei Null ist! Unsere 6 Verträge über 240 Mio. € laufen übrigens bis 2051!!! Die Rolle der Magral AG dabei, mindert das Risiko keineswegs, eher im Gegenteil!

Da Bürgermeister Lierenfeld uns nicht, wie im Wahlkampf 2014 versprochen, die Schulden abgebaut hat, sondern massiv erhöht, und er absolut Null Ahnung von dem Finanzinstrument Zinsderivate, Zinswetten hatte und bis heute hat, hat er 3 Jahre nach Unterzeichnung des Beratervertrages damit angefangen und zwar gleich richtig, erstmal mit 126.000.000,- €!!! Was macht die Magral, die hat uns ein Portfolio aus Zinstauschverträgen erstellt. SIE schlägt die Verträge vor und mit welcher Bank wir sie machen, und der Bürgermeister und Kämmer*in unterschreiben sie und dann sind wir im Rennen, leider!

Denn die Magral AG ist KEIN „unabhängiges Finanzinstitut“ wie sie behauptet, sondern ich behaupte sie ist dass krasse Gegenteil davon und bekommt von den Banken mit denen Sie ein Vertragsverhältnis hat eine fette Provision, und das sind nicht viele, weil bei meinen Recherchen immer wieder dieselben Banken aufgetaucht sind. Es besteht hier also ein massiver Interessenskonflikt und mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ist der Magral deshalb ziemlich egal ob die Kommune Geld verdient, denn die Magral verdient immer! Dreister Weise kassiert sie auch noch 10% Erfolgsprovision wenn mal ein Zinsswap im Plus steht zum Zahlungszeitpunkt! Ebenso wurde mir bei meinen Recherchen erzählt, dass die Magral oft etwas am Portfolio ändert, sie nennen es „Feintuning“! Jedes mal fällt dabei wieder Provision an. Das Verhalten nennt man Provisionsschinderei oder auch „Churning“! Das alles verringert natürlich die Erfolgsaussichten für die Kommune, allein schon wegen der hohen Kosten und evtl. auftretenden Verluste! Am Ende zahlt das natürlich der Steuerzahler, nicht Lierenfeld!

Eigentlich müssen Zinstauschverträge genauso wie Kreditverträge ausgeschrieben werden, und das werden sie hier nicht, man verlässt sich hier auf das Wort der Magral! Also verstößt die Art und Weise schon mal eindeutig gegen die Gemeindeordnung! Das Bürgermeister Lierenfeld das bis auf heute 240.000.000 € angewachsene Geschäft auch noch am Stadtrat vorbei alleine forciert hat und als Verwaltungssache deklariert hat ist meines Erachtens sogar ein Straftatbestand. Denn es sind immerhin Wetten auf Zinsen und zwar mit unserem Geld!!! Geht gar nicht, ohne Zustimmung!

Das man in Dormagen ein solch großes Kreditvolumen mit Zinswetten belegt, ohne auch nur die geringste Ahnung davon zu haben, ist meiner Ansicht nach haftungsmäßig relevant, weil wider besseren Wissen vorsätzlich und fahrlässig gehandelt wurde! Denn ohne selbst wenigsten ein bisschen Ahnung davon zu haben, sollte man die Finger davon lassen, das weiß fast jedes Kind. Denn ein Berater wie die Magral, kann einem dann erzählen was sie will, man muss es glauben.

Beispiel, Frau Drosten die damals verantwortliche Kämmerin war, hat solche Sätze rausgehauen wie „Wir sind Mitglied im Bundesverband deutscher Zinssteuerung“ (siehe oben), der versorgt uns mit Fachinformationen! Oder sie empfiehlt das Buch von Richard E. Sperl, der ebenfalls im Vorstand von diesem Verein ist, der vermutlich nur zur Akquise von Neukunden gedacht ist, und dieselbe Adresse wie die Magral hat!

Wenn dann einer wie ich mit Zivilcourage, aufgrund der ersten Erkenntnisse in dem „Fall“, unseren Bürgermeister zum Rücktritt auffordert und die Magral bloßstellt, bekommt er erstmal per Email aus dem Bürgermeisteramt eine Einladung zum Gespräch. Und selbst wenn ich schreibe „Ich bin nicht bestechlich“ kommt als Antwort, „Wir würden sie aber trotzdem gerne sprechen“, alles ganz lieb und nett. Ich habe dann geantwortet, er solle reinen Tisch machen und es ist zu spät!

Da der erste Versuch gescheitert war rufen mich 6 Stunden später die beiden Magral-Brüder an und wollen mich besänftigen. Ich konnte nur etwa 20 Sekunden zuhören, dann habe ich die beleidigt und aufgelegt! Also 2. Versuch gescheitert.

Zeitnah, bekam ich danach auf Dormatipps Facebook Morddrohungen, Denunziationen als Kinderschänder und mehr. Deshalb musste ich die Dormatipps dicht machen und meine Existenz war weg! Schaden 400.000,- € alleine an Arbeitsstunden die drin steckten. Übrigens Bürgermeister Lierenfeld arbeitet in der „Breuer Sache“ eng mit dem Magral Anwalt RA Harder zusammen, der kein Anwalt sein dürfte. Man will mich unbedingt durch Haft (Ersatzhaft) brechen weil ich kein Geld habe und mir keinen Anwalt leisten kann. Heißt Geldstrafe = Haft führ mich. Denn nachdem sein vermutlicher Bestechungsversuch nicht geklappt hat, hat er zusammen mit der Magral Anzeige gegen mich erstattet, weil er jetzt plötzlich die Rücktrittsforderung als „Bedrohung“ empfand! Deshalb stehe ich am 25.7. vor dem Amtsgericht Neuss, wenn ich nicht vor der Eingangstür erschossen werde!

Ich sage ihnen was Lierenfeld, der Artikel hier geht Morgen an verschiedene Behörden und Institutionen und dann werden wir sehen wer hier in Haft kommt!

So zum Schluss komme ich noch zu der restlichen Truppe die hier das sagen hat, nämlich der Stadtrat in seiner Gänze. Ich habe per Bürgerantrag versucht an die Zinstauschverträge zu kommen um die von neutralen Fachleuten prüfen zu lassen. Der Stadtrat hat mir Einstimmig nur erlaubt den Beratervertrag einzusehen und ebenso einstimmig ist man für die Fortführung der vertrauensvollen Zusammenarbeit mit der Magral AG gestimmt. Ergo stecken die voll mit drin in der Geschichte und sind mitverantwortlich seit dem 15.6.23 (Ratssitzung). Übrigens es ist mein gutes Recht als Bürger der Stadt Dormagen dies Verträge zu sehen. Man hat mir ja auch den Kassenkredit mit -186.000.000 € (Stand 30.6.23) schriftlich mitgeteilt. Es gibt keinen Unterschied in der Sache. Übrigens der Einzige bis dato harte Kritiker in diesem Rat, Herr Woitzik, der das Geschäft mit der Magral schon 2020 heftig kritisiert hat, hat in der Ratssitzung ganz leise in sein Mikrofon gesprochen, „Er hätte sich die Unterlagen nochmal angeschaut und es wäre alles in Ordnung“ ?????????? Man stimmt Einstimmig für eine Verlängerung der Zusammenarbeit, OBWOHL ich die o.a. Keyfacts über die Magral AG vorgetragen habe, in der Ratssitzung! Eilig hatte noch Herr Dr. Spillmann veröffentlicht, dass wir seit 2018 satte 63.000 € mit der Zinssteuerung gemacht haben. Warum darf ich dann nicht sehen womit??? Na ja, wenn man 10 Mio. € mehr Zinsen bezahlen muss, muss man schon fragen, was wir dann mit den 63.000 € zur Linderung der Zinsschmerzen anstellen sollen? Klopapier fürs Rathaus kaufen? Eine effektive Zinssteuerung stelle ich mir anders vor, als unser sehr zufriedene Kämmerer in Dormagen. (Ich wollte schon Kassierer schreien) Das Ganze stinkt derart zum Himmel, dass schon die Ferienflieger davon betroffen sind!

Da ja unser eigentlicher Bürgermeister Erik Lierenfeld seit fast 4 Wochen irgendwie untergetaucht ist, OP könnt ihr vergessen, habe ich mir gedacht vielleicht ist ja unsere Vizebürgermeisterin besser und hab ihr einen offenen Brief geschickt! Das Ergebnis seht ihr hier und ihre Antwort ist eine Frechheit! So wird das nix mit uns Frau Creutzmann, ich muss sie jetzt dem tiefen Sumpf in Dormagen zurechnen:
Offerner Brief Creutzmann I
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Antwort Creutzmann


Es stellt sich natürlich die Frage, WARUM ich die Verträge nicht prüfen lassen darf? Da kann es zwei Gründe geben, wir liegen wahrscheinlich schon im Millionenbereich hinten, und/oder mit den Verträgen stimmt was nicht. Die Banken, wie so ein Bankhaus Lampe, das öfters als Wettpartner auftritt sind mir ebenfalls sehr suspekt! Wenn da was nicht stimmt, rappelts an noch mehr Stellen und ich würde als Stadt erstmal keinen Cent mehr zahlen!

Übrigens es gibt noch ca. 20 Kommunen, die in der Magral-Zinssteuerung stecken, aber wir sind wohl mit Abstand der größte Kunde, dank Finanzgenie Erik Lierenfeld. Ein größeres Versagen habe ich noch nicht gesehen! Er war einfach zu jung als er Bürgermeister wurde!

Die ganz großen Verlierer sind bei der Geschichte IMMER die Steuerzahler, und die können es noch nicht mal bemerken, weil ihnen das niemand mitteilt. Ich sehe das intransparente Verhalten von Seiten der Stadt Dormagen als Betrug am Steuerzahler! Erst Recht wenn Geld verbrannt wurde! Dagegen versuche ich seit 1,5 Jahren anzukommen und ich werde es schaffen!!!

Achim Breuer