Aurich Ostfriesland

Kommentar, Analyse & Meinung basierend auf umfangreicher Recherche:

Wer ist diese Magral AG? AG hört sich groß an, ist sie aber nicht, denn sie hat nur 2 Aktionäre die auch den Vorstand bilden. Albert & Martin Gresser. Die Aufsichtsratsvorsitzende ist Frau Gresser-Lachenmayr, ihresgleichen Heilpraktikerin & Schwester mit der Kunst Menschen zu transformieren. Ganz wichtig für die Magral ist der „Bundesverband öffentliche Zinssteuerung e.V.“, dem man angehört und nach dessen Norm man arbeitet. Die Mitgliedschaft war zwingend, denn der Verband hat denselben Vorstand und dieselbe Adresse wie die Magral AG! Zufall??? Nein, ein mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit gewähltes Konstrukt mit fragwürdigen Absichten, was spätere tiefere Recherchen auch bestätigt haben!

Aurich ist mit 30.000.000 € Nominalwert wohl der nördlichste Kunde der Magral AG und Dormagen mit 240.000.000 € wohl der größte Kunde der Magral AG, was kein Vorteil sein muss, denn das bedeutet auch das 8-fache Risiko!

Was für ein Risiko werden jetzt alle fragen, die sich dafür entschieden haben, ich komme gleich darauf zurück!

Am 1.11.2022 nahmen Herr Andreas Käufl und Herr Heinz Reich Magral AG an der öffentlichen/nicht öffentlichen Sitzung des Finanz-, Personal-, Rechnungsprüfungs-, Feuerwehr- und Beteiligungsausschusses teil! Hier die Erläuterrung des Heinz Reich (Leiter Zinssteuerung Magral AG)
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TOP 6
Beratung und Beschlussfassung über die Einführung einer Zinssteuerung mittels Zinssicherungsinstrumenten Vorlage: 22/186

Herr Reich von der Magral AG erläutert anhand einer Präsentation die Funktionen und Handlungsfelder einer Zinssteuerung und verdeutlicht die hierdurch zu erwartenden fiskalischen Vorteile für die Stadt Aurich. Ziel sei es, insbesondere vor der aktuellen Entwicklung am Geld- und Kapitalmarkt, das Zinsrisiko für die Stadt zu minimieren.

Auf Nachfrage von Frau Biermann, welche Kosten mit einem Vertragsabschluss anfallen
Protokoll über die Sitzung des Finanz-, Personal-, Rechnungsprüfungs-, Feuerwehr- und
würden, entgegnet Herr Reich, dass die Magral AG 10 % der akquirierten Zinsrückflüsse erhalten würde.

Herr Feddermann erkundigt sich nach den Modalitäten zur Vertragslaufzeit. Herr Reich erklärt, dass neben den beidseitigen Rechten und Pflichten vertraglich auch eine Kündigungsfrist von 3 Monaten geregelt sei.

Die Präsentation wird den Ausschussmitgliedern im Nachgang per Mail zugesandt und dem Protokoll als Anlage beigefügt.

Vor der Beschlussfassung soll zunächst eine Beratung innerhalb der Fraktionen erfolgen. Die Vorlage wird in der nächsten Sitzung des FinA erneut auf die Tagesordnung gesetzt.

Kommentar: Nur 2 Fragen werden Herrn Reich gestellt und beide beantwortet er vorsätzlich falsch! Die Magral AG erhält nicht nur eine 10%tige Erfolgsbeteiligung, die natürlich zu Lasten des evtl. Ertrages geht, sondern erhält auch Provisionen von den bei der Magral AG unter Vertrag stehenden Banken, von denen sie die Zinstauschverträge bzw. Zinsswaps verkauft. Wer zahlt die Provision indirekt, natürlich die Kommune besser noch der Steuerzahler.

Auch bei der Kündigungsfrist verschweigt er, dass bei einer Kündigung hohe Kosten anfallen, man kann das vergleichen mit Vorfälligkeitszinsen bei der Auflösung eines Kredits. Bei den hohen Nominalwerten hier, kommt da was zusammen, natürlich wieder zu Lasten des Steuerzahlers. Es stellt sich also überhaupt die Frage, ob sich so eine Zinsteuerung unter diesen Bedingungen und unter Berücksichtigung aller echten Kosten überhaupt lohnt? Ganz zu Schweigen von dem hohen Risiken das die Kommune eingeht!?

Zu einem evtl. Risiko wird hier überhaupt keine Frage gestellt, wahrscheinlich weil die Präsentation des Herrn Reich kein Risiko aufzeigt, sondern immer einen Ertrag verspricht! (siehe unten) Was natürlich auch nicht stimmt!
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Mit Beschluss vom 15.12.2022 hat sich der Stadtrat von Aurich für die Einführung einer Zinssteuerung entschieden, die mit der Magral AG realisiert werden soll. Zuvor haben sicherlich ein oder zwei Magral-Vertriebsmitarbeiter für ihr „Produkt“ im Stadtrat geworben. Hier der Beschluss:
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TOP 10
Beratung und Beschlussfassung über die Einführung einer Zinssteuerung mittels Zinssicherungsinstrumenten Vorlage: 22/186

Beschluss:
Die Verwaltung wird ermächtigt, zur Optimierung der Zinslast sowie zur Steuerung von Zinsänderungsrisiken der bestehenden Darlehen Zinssicherungsverträge abzuschließen. Die eingesetzten Finanzinstrumente müssen dabei stets im Zusammenhang mit den Grundgeschäften/Kreditgeschäften (Konnexität) stehen. Ein eventuell genehmigter Kassenkreditrah-men soll dabei in der Absicherung mit einbezogen werden.

Mit der MAGRAL AG wird ein entsprechender Beratungsvertrag für eine maßgeschneiderte Zinssteuerung vereinbart.

Über die Entwicklung der Zinssteuerung und die finanziellen Auswirkungen wird halbjährlich in einer Sitzung des Finanz-, Personal-, Rechnungsprüfungs-, Feuerwehr- und Beteiligungs-ausschusses berichtet.

Abstimmungsergebnis:
20 Ja-Stimmen, 4 Nein-Stimmen und 15 Enthaltungen

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Kommentar zum Aurich-Beschluss: Hier wurde der Stadtrat von Anfang an mit einbezogen, in Dormagen gab es keinen Stadtratsbeschluss, denn unser schlauer Bürgermeister Erik Lierenfeld, der jetzt seit mehr als 6 Wochen „verschwunden“ ist, hat die ersten 128.000.000,- € als Verwaltungssache deklariert und alle Volksvertreter außen vor gelassen und damit uns Bürger. Das ist illegal aus meiner Sicht und unverantwortlich! Mittlerweile sind wir bei einem Portfolio von 240.000.000,- € angelangt. Das ist vom Risiko her gesehen russisches Roulette mit mind. 4 Kugeln. Die Verträge laufen nämlich bis 2051!!!

Interessant auch die Abstimmung in Aurich nur 20 von 39 Stadträten waren dafür, die anderen haben sich größtenteils enthalten, weil sie wohl keine Ahnung von dem Thema Zinsderivate haben, was kein Vorwurf ist. Muss man nämlich nicht haben! Und dann ist es absolut korrekt mit nein zu stimmen oder sich zu enthalten.

In Dormagen läuft das allerdings anders, da stimmt der gesamte Stadtrat, vermutlich vorher gebrieft, am 15.6.2023 gegen die Einsichtnahme in die Unterlagen (Zinstauschverträge, Beratervertrag) zur Überprüfung an mich, da ich einen Bürgerantrag gestellt hatte. Und man stimmt gleichzeitig für eine Fortsetzung der Zusammenarbeit mit der Magral AG zu 100%!!! Obwohl ich schätze, dass 95% der Stadträte*innen keine Ahnung von Zinsderivaten bzw. Zinsswaps haben. Ich sage es jetzt mal wieder geradeaus, die Stadträte*inne haben alle „Dreck am Stecken“!!! Anders ist das nicht zu erklären. Denn unsere Zinstauschverträge stammen teilweise schon aus 2018 und 3 Jahre später wurden weitere abgeschlossen. Insgesamt sollen es 6 Zinstauchverträge sein! Direkt nach der Ratssitzung vom 15.6.2023 taucht unser Bürgermeister ab, und ward von niemand mehr gesehen bis heute!
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Vor dem Ratsbeschluss in Aurich gab es noch eine Beschlussvorlage Vorlagen Nr. 22/186 vom 24.10.2022

Der wichtigste Teil der Vorlage ist der:

Ziel der Zinssteuerung der MAGRAL AG ist stets die Risikoabsicherung. Durch die Anpassung der gegebenen Zinsbindungsstruktur an die aktuelle Zinsstrukturkurve/Zinsmeinung werden in allen betrachteten Zinsszenarien innerhalb eines überschaubaren Zeitraums (ein bis zwei Jahre) Kosteneinsparungen erzielt und Risiken abgesichert:

o bei konstanten Zinsen
o bei steigenden Zinsen (+2%)
o bei stark steigenden Zinsen (+4%)
o bei sinkenden Zinsen (-0,5%)

Das bedeutet praktisch und einfach, „egal wie die Zinskurve verläuft, es kommt immer eine Rendite dabei raus. Das ist schlichtweg völliger Unsinn! Widerspricht praktisch den Naturgesetzen der Börse bzw. auch dem außerbörslichen Handel wo die Zinsderivate gahndelt werden. Wenn die Magral AG ihre Zinssteuerung so verkauft hat, ist das mindestens eine vorsätzliche Falschberatung, und ich persönlich sehe da einen Anfangsverdacht auf Betrug weil Vorsatz vorliegt! Man kann Finanzderivate speziell Zinsderivate anordnen und zusammenpacken wie man will, es besteht IMMER ein Risiko, es ist IMMER eine Spekulation, weil auf einen Zinskurs in der Zukunft gewettet wird. Und die Magral AG wird wohl kaum behaupten, dass sie eine Glaskugel auf dem Schreibtisch hat, oder?

Man muss hier aber auch auf das „Kleingedruckte“ achten! Oben steht „Zinsszenarien innerhalb eines überschaubaren Zeitraums (ein bis zwei Jahre)“. Ich habe innerhalb meiner Recherchen häufiger gehört, dass es am Anfang gut läuft, aber nur mit kleineren Beträgen und dann kacken die Zinsswaps ab. Ich habe eine Theorie dahinter, aber spekulieren will ich jetzt nicht, ich muss ja auch noch was für andere übriglassen. Ich glaube das die von der Magral bevorzugten wenigen Banken, dabei auch eine gewisse Rolle spielen! Das die Zinsswaps ausgeschrieben werden müssen, wird definitiv nicht eingehalten, und deshalb würde ich die Abschlüsse auch als nichtig erklären.

Warum schreibt die Magral nicht aus? Ganz einfach, sie bekommt eine Provision von den Vertragsbanken für die Vermittlung der Zinstauschverträge und das ist ein arger Interessenkonflikt!!!
Diese Zinstauschverträge sind sehr sicher nicht die beste Lösung für die Kommune! Zusätzlich bekommt die Magral AG 10% vom Ertrag und die Zinsswaps starten mit einem negativen Anfangswert aus dem die Kosten für die wettende Bank bezahlt werden. Und wer glaubt eigentlich, dass eine Bank einen Vertrag abschließt, der sie von vornherein als Verlierer festlegt, denn Geld wird durch die Finanzinstrumente nicht produziert sondern lediglich umverteilt.

Ich behaupte, dass die Kommunen unter diesen Bedingungen so gut wie keine Chance haben ihre Zinslast für diesen langen Zeitraum zu senken, im Gegenteil! Der Magral AG geht es mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit hauptsächlich darum möglichst viel Provision zu generieren Das untermauert auch die Tatsache, dass die Magral häufig etwas am Portfolio ändern möchte, sie nett das „nachjustieren“!

Das am Anfang häufig ein paar kleinere Euros für die Kommunen „verdient“ werden, würde mich persönlich dazu veranlassen noch nicht mal den Berichten der Magral AG zum Portfolio zu trauen, weil ein kleinerer Gewinn spornt zu mehr an! Ich kenne diese Methodik, aus einer anderen Branche! Es geht aber auch umgekehrt, man hat Verluste und soll verdoppeln um bei 50% Kursanstieg wieder bei plus minus 0 zu stehen. Alles ist möglich!

In der Informationsvorlage Vorlagen Nr. 23/035 vom 27.2.2023 gibt die Stadt Aurich bekannt, dass man jetzt in das Zinssatz-Swapgeschäft einsteigen möchte. Dabei geht man wenigstens sehr offen mit den Bürgern um und veröffentlicht die Zinstauschverträge die abgeschlossen werden:

Zinssatz-Swapgeschäfte:

  1. Vertrag zur Sicherung der Zahlungsströme (Payer-Swap / Festzinszahler-Swap)
    Handelsdatum: 13.02.2023
    Anfangsdatum: 15.02.2023
    Enddatum: 30.12.2052
    Bezugsbetrag: 30.000.000,00 Euro
    Zahler der Festbeträge: Stadt Aurich
    Festsatz: 2,53000 % p. a.
    Zahler der variablen Beträge: Nord LB
    Variabler Satz: 6-Monats-EUR-Euribor
  2. Vertrag zur Sicherung der Werte (Receiver-Swap / Festzinsempfänger-Swap)
    Handelsdatum: 13.02.2023
    Anfangsdatum: 30.12.2030
    Enddatum: 30.12.2035
    Bezugsbetrag: 14.800.718,71 Euro
    Zahler der Festbeträge: Nord LB
    Festsatz: 2,75500 % p. a.
    Zahler der variablen Beträge: Stadt Aurich
    Variabler Satz: 6-Monats-EUR-Euribor

Gerne kann mir die Magral AG mal erklären was dieses aus meiner Sicht sinnlose Konstrukt soll? Doch einen Sinn hat es, denn es gibt für die Magral eine Provision von 135.000,- € wenn der Provisionssatz bei 0,3 % liegt. Und die Provision zahlt die Kommune, bzw. der Steuerzahler.

Übrigens hier wird gegenläufig spekuliert vom 15.2.2023 bis 30.12.2052 mit 30 Mio € Nominalwert auf steigenden Zinssatz. Und vom 30.12.2030??? bis 30.12.2035 mit knapp 15 Mio. € Nominalwert auf fallende Zinsen. Was soll das bringen? Mit dem einen Swap verliert man, und mit dem anderen verdient man.

Die Magral kann mir gerne ihre Logik hinter diesem Schwachsinn erklären, ich veröffentliche diese hier, mit meinem Kommentar.

Für mich liegt hier ganz klar ein Anfangsverdacht für verschiedene Straftaten vor. Ich gebe Herrn Bürgermeister Lierenfeld, seinem Kämmerer Herrn Dr. Spillmann, und den Mitgliedern des Stadtrates jetzt Zeit bis Freitag 11.8.2023 sich zu meinen Vorwürfen öffentlich zu äußern. Sollte meine Frist fruchtlos verstreichen, werde ich gegen die Magral AG, in Persona von Albert Gresser, Martin Gresser, Heinz Reich und alle oben aufgeführten Personen Anzeige erstatten. Das wird wohl ein Novum in Deutschland werden!

Dormagen wird hier definitiv diesmal nicht mit einem blauen Auge von 220.000,- € herauskommen wie 2008, sondern eher mit einem Konkurs. In Aurich kann das noch anders aussehen, weil noch junger Kunde der Magral! Bei der Stadt Aurich, möchte ich mich für den offengelegten Werdegang bis zum Abschluss bedanken, dass hat mir hier wesentlich geholfen und die Bürger einer Stadt haben das auch verdient wenn man schon ins Zinswettgeschäft einsteigen möchte. In Dormagen wird in einstimmiger Weise von den Kommunalpolitikern alles unter dem Teppich gehalten, was jedem Grundsatz der Demokratie widerspricht.

Und Bürgermeister Lierenfeld, treten Sie ENDLICH zurück, sie waren von Anfang an nicht kompetent genug einen Konzern Stadt Dormagen zu leiten!

Achim Breuer